Geltungsbereich und Anbieter:
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Teilnahme an Aus- und Fortbildungskursen
der Ressorts Bildung und Sportentwicklung im Deutschen Alpenverein.

Stand: 01.10.2016

Vertragspartner:
Deutscher Alpenverein e.V., Von-Kahr-Str. 2-4, 80997 München
Präsidium (gesetzlicher Vertreter):
Josef Klenner, Präsident; Burgi Beste, Jürgen Epple, Rudolf Erlacher, Melanie Grimm, Sunnyi Mews und Roland Stierle, Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten

Vereinsregister:
Amtsgericht München VR7751
Kontakt:
Tel.: 089/140 03 - 0, Fax: 089/140 03 - 12, E-Mail: ausbildung@alpenverein.de

1. Kursplatzreservierung und Anmeldung
Teilnehmer können nur über DAV-Sektionen oder vom DAV anerkannte Gastverbände
gemeldet werden. Anmeldungen von Privatpersonen sind nicht möglich.
Eine Kursplatzreservierung kann über die Internetseite des DAV
(www.dav-shop.de/ausbildung), per Telefon, Brief, E-Mail oder Fax erfolgen.
Nach Eingang einer Online-Reservierung erhält der Teilnehmer eine Reservierungsbestätigung
oder, wenn der Kurs ausgebucht ist, eine Information über einen Platz auf der Warteliste.
Nach einer Reservierung muss sich der Teilnehmer binnen vier Wochen mit dem aktuell
gültigen Anmeldeformular verbindlich anmelden. Eine Anmeldung ist nur gültig, wenn sie
von der Sektion oder dem meldenden Gastverband abgestempelt und rechtsverbindlich
unterschrieben ist und der Teilnehmer die Zulassungsvoraussetzungen zu dem betreffenden
Kurs erfüllt. Sollte eine gültige Anmeldung nach der Reservierung nicht fristgerecht
beim DAV eingehen (Datum des Poststempels/des Fax-Empfangsprotokolls), verfallen die
Reservierung und damit der Anspruch auf einen Kursplatz automatisch und ohne dass der
Teilnehmer darüber benachrichtigt wird.

2. Teilnahmevoraussetzungen
Mit der Anmeldung zu einem Kurs bestätigt der Teilnehmer verbindlich, dass er die im Ausbildungsprogramm
angegebenen Voraussetzungen erfüllt, sich des immanenten Risikos
von Bergsport bewusst ist und bereit ist, dieses einzugehen. Mit dem Erscheinen bei einem
Kurs bestätigt er, dass er physisch und psychisch den Kursanforderungen gewachsen ist.

3. Kursgebühren und Zahlungsfälligkeiten
Es gelten die im jeweiligen Ausbildungsprogramm aufgeführten Teilnahmegebühren.
Wird ein Teilnehmer über eine Sektion gemeldet, wird sowohl dem Teilnehmer als auch der
meldenden Sektion eine anteilige Kursgebühr in Rechnung gestellt. Wird ein Teilnehmer
über einen Gastverband gemeldet, wird dem Teilnehmer der Selbstkostenpreis in Rechnung
gestellt. Sowohl Teilnehmerbeiträgeals auch Sektionsbeiträge werden ca. drei Wochen vor
Kursbeginn von den uns gemeldeten Konten abgebucht. Liegt uns keine Abbuchungsermächtigung
vor, sind die Kursgebühren nach Erhalt der Rechnung zur Zahlung fällig. Hat
ein Teilnehmer seine Kursgebühr bis zum Kursbeginn nicht bezahlt oder hat ein Teilnehmer
sonstige Zahlungsausstände beim DAV, kann ihm die Kursteilnahme verweigert werden.

4. Nachlässe auf die Kursgebühren
Nimmt ein Teilnehmer bei einem Ausbildungs- oder Prüfungskurs keine Übernachtung
und keine Verpflegung in Anspruch, reduziert sich die Teilnehmergebühr um € 15,– pro
Übernachtung, wenn dies bei der Kursanmeldung angegeben wird. Bei Fortbildungskursen
wird generell keine Kostenreduzierung gewährt.

5. Kosten bei Wiederholung
Bei Wiederholung einzelner Prüfungsfächer werden vom Ressort Ausbildung keine Gebühren
erhoben, der Teilnehmer zahlt die Kosten für Übernachtung und Verpflegung selbst
direkt in der Unterkunft, Fahrtkosten werden nicht erstattet.
Bei der Wiederholung eines gesamten Ausbildungs- oder Prüfungslehrgangs werden Teilnehmer
und Sektion die vollen Kursgebühren in Rechnung gestellt.

6. Bildungsschecks
Bildungsschecks werden nur akzeptiert, wenn mit der Anmeldung der Nachweis erfolgt,
dass die Tätigkeit im Anschluss ehrenamtlich erfolgt. Bei Einreichung eines Bildungsschecks
wird die Gastverbands-Gebühr angesetzt.

7. Kursrücktritt
Ein Kursrücktritt muss schriftlich erfolgen.
Bis 30 Tage vor Kursbeginn wird bei einem Kursrücktritt dem Teilnehmer bzw. dem Prüfungswiederholer
eine Bearbeitungsgebühr von € 25,– berechnet.
Erfolgt ein Rücktritt 29 bis 11 Tage vor Kursbeginn, wird dem Teilnehmer eine Stornogebühr
von € 50,– bei Ausbildungskursen, Prüfungskursen, Zusatzqualifikationen und
Qualifikationslehrgängen bzw. € 25,– bei Fortbildungskursen und Prüfungswiederholungen
berechnet. Die Sektion erhält ihre Sektionsgebühr voll zurückerstattet.
Erfolgt ein Rücktritt 10 Tage vor Kursbeginn oder kürzer oder erscheint ein Teilnehmer
nicht zum Kurs, werden die volle Teilnahmegebühr und die volle Sektionsgebühr fällig.
Bei einer krankheitsbedingten Absage einer Fortbildung ab 10 Tage vor Kursbeginn wird
dem Teilnehmer eine Stornogebühr von € 55,- berechnet, vorausgesetzt, der Teilnehmer
legt dem Ressort Ausbildung spätestens 5 Tage nach Kursbeginn ein ärztliches Attest vor.
Andernfalls sind die volle Kursgebühr und die volle Sektionsgebühr fällig.
Prüfungswiederholern wird bei einer Absage 10 Tage vor Kursbeginn oder kürzer eine
Bearbeitungsgebühr von € 25,– berechnet.

8. Umbuchung
Eine Umbuchung bis 30 Tage vor Kursbeginn ist kostenfrei. Bei einer Umbuchung 29
Tage bis 11 Tage vor Kursbeginnwerden dem Teilnehmer € 25,– Umbuchungsgebühr in
Rechnung gestellt. Eine Umbuchung ist nur möglich, wenn ein Kursplatz frei ist. Bei einer
Umbuchung 10 Tage vor Kursbeginn oder kürzer ist die volle Teilnehmergebühr fällig.

9. Seminar-Rücktrittsversicherung
Über die Bernhard Reiseversicherungsmakler GmbH wird bei der HanseMerkur Reiseversicherung
AG automatisch eine Seminar-Rücktrittsversicherung einschließlich Urlaubsgarantie
(Reiseabbruch-Versicherung) abgeschlossen. Sie gilt für Ausbildungskurse,
Prüfungskurse, Zusatzqualifikationen und Qualifikationslehrgänge, nicht für Fortbildungen.
Versicherte Ereignisse sind beispielsweise unerwartete schwere Erkrankung, Tod,
schwere Unfallverletzung oder Schwangerschaft.
Versichert sind sowohl der Teilnehmerbeitrag als auch der Sektionsbeitrag. Im Versicherungsfall
erhalten sowohl der Teilnehmer als auch die Sektion von der Versicherung ihre
Kosten abzüglich des Eigenbeitrages erstattet.
Der Selbstbehalt beträgt 20% des erstattungsfähigen Schadens, mindestens jedoch € 20,–, der
entsprechend Teilnehmer- und Sektionsbeitrag anteilig auf Teilnehmer und Sektion verteilt wird.
Die genauen Versicherungsbedingungen können Sie anfordern bei der Bernhard Reiseversicherungsmakler
GmbH, Mühlweg 2b, 82054 Sauerlach, Tel. 08104-891677.
Bei einem etwaigen Versicherungsfall werden innerhalb eines Monats nach Eintreten alle
notwendigen Daten durch den DAV an die HanseMerkur Reiseversicherungs AG übermittelt,
welche in der Folge die weitere Bearbeitung übernimmt.

10. Unfallversicherung
Alle Kursteilnehmer sind über die Generali Versicherungs AG sowie über die Verwaltungsberufsgenossenschaft
unfallversichert. Darüber hinaus empfehlen wir Kursteilnehmern,
eine private Unfallversicherung abzuschließen.

11. Absage bzw. Verlegung durch den DAV
Der DAV behält sich vor, Lehrgänge wegen zu geringer Teilnehmerzahl bis 7 Tage vor Kursbeginn
abzusagen bzw. bei höherer Gewalt (z.B. große Lawinengefahr, Unwetter) kurzfristig
abzusagen oder zu verlegen.
Bei Absage durch den DAV entsteht kein Anspruch auf einen Platz in einem anderen Kurs.
Bereits in Rechnung gestellte Kursgebühren werden gutgeschrieben.
Bei einem notwendigen kurzfristigen Standortwechsel werden Mehr- oder Minderfahrtkosten
nicht verrechnet.

12. Fahrtkostenerstattung
Für Fahrtkosten werden dem Teilnehmer pauschal € 0,08 pro Kilometer für Hin- und Rückfahrt,
abzüglich einer Eigenbeteiligung von € 25,– erstattet und mit der Kursgebühr verrechnet.
Die Ermittlung der Fahrtkosten erfolgt auf Grundlage einer automatischen Entfernungsberechnung
zwischen Wohn- und Lehrgangsort. Bei notwendiger kurzfristiger Standortverlegung
erfolgt keine neue Berechnung der Fahrtkosten.
Teilnehmer von Gastverbänden, Kinder sowie Teilnehmer der Familiengruppenleiterkurse
erhalten keine Fahrtkostenerstattung.

13. Höhere Gewalt
Höhere Gewalt liegt vor, sobald ein betriebsfremdes, von außen durch Naturkräfte oder
Handlungen Dritter herbeigeführtes Ereignis eintritt, das nach menschlicher Einsicht und
Erfahrung nahezu unvorhersehbar ist und auch durch den Einsatz äußerster Sorgfalt nicht
verhindert werden kann. Im Falle von höherer Gewalt können Schadensersatzansprüche
der Kursteilnehmer gegen den Deutschen Alpenverein e.V. nicht geltend gemacht werden.

14. Kursinhalte und Prüfungsordnungen
Die Kursinhalte, Prüfungsordnungen und Regelungen für Wiederholungsprüfungen richten
sich nach den jeweils gültigen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen des DAV.

15. Verlängerung der FÜL-/Trainerlizenz
Um die Gültigkeit einer Lizenz zu verlängern, ist spätestens alle drei Jahre die Teilnahme
an einer Pflichtfortbildung notwendig. Ausgenommen sind Wanderleiter. Kletterbetreuer
sind alle fünf Jahre fortbildungspflichtig. Die Drei- bzw. Fünfjahresfrist beginnt mit Ablauf
des Jahres der Beendigung der Ausbildung bzw. mit dem Ablauf des Jahres, in dem zuletzt
eine Pflichtfortbildung besucht wurde.
Sogenannte freiwillige bzw. fächerübergreifende Fortbildungen können zwischen den
Pflichtfortbildungen besucht werden, dienen aber nicht zur Lizenzverlängerung.
Versäumt ein Fachübungsleiter/Trainer die Dreijahresfrist, muss er im vierten Jahr zwei Fortbildungen
besuchen. Eine davon kann eine freiwillige oder fächerübergreifende Fortbildung sein.
Ist eine Teilnahme aus wichtigen und nachweisbaren Gründen (beispielsweise Schwangerschaft,
schwere Krankheit) auch im vierten Jahr nicht möglich, kann vom Leiter des Ressorts Ausbildung
auf Antrageine Verlängerung der Fortbildungspflicht von einem Jahr genehmigt werden.
Es kann pro Lizenz nur eine Pflichtfortbildung pro Jahr besucht werden.

.
.
 
.
Benutzer
 
.